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ÖKO-VERKEHRS-SIEGEL


Das ÖKO-VERKEHRS-SIEGEL wird verliehen an Betriebe und Institutionen, die ein Umwelt-Verkehrs-Programm praktizieren.

2010 wurde dieses Siegel erstmals nicht nur von der Stadt Freiburg sondern auch von den benachbarten Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen an Betriebe aus ihrem Landkreis verliehen.

Am 25. September 2013 fand die 5. Verleihung des Öko-Verkehrs-Siegels statt. Seit der Verleihung im Jahr 2010 sind 10 Betriebe hinzu gekommen, so dass jetzt 51 Betriebe und Institutionen ein Umwelt-Verkehrsprogramm praktizieren.

Ein solches Programm enthält eine oder mehrere Maßnahmen, die die Beschäftigten motivieren bzw. es ihnen erleichtern, mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit zu kommen.

bullet

“Standard“:

Empfehlenswert ist ein Umwelt-Verkehrsprogramm, das verschiedene Verkehrsmittel berücksichtigt, und deren Benutzung z.B. mit folgenden Maßnahmen fördert:

 
bulletbetriebsbezogene
Verbundfahrpläne
 
bulletVorfinanzierung der
Regio-Jahreskarte
(ggf. mit Zuschüssen)
bulletAbstellservice", dh.
Fahrradständer
- in Nähe des Eingangs
- mit Anlehnbügeln
- und Überdachung
bullet Fahrgemeinschaftsbörse
 
bulletreservierte Parkplätze
für Fahrgemeinschaften

Minimum:

Als Voraussetzung für die Verleihung des Öko-Verkehrs-Siegels ist es ausreichend, wenn der Betrieb wenigstens eine solide Maßnahme durchführt, zu der er nicht aufgrund anderweitiger Vorschriften verpflichtet ist.

Beispiel: wenigstens  ein wichtiger Baustein aus dem “Standard“, z.B. die genannte Vorfinanzierung der Regio-Jahreskarte.

Maximum: 

Selbstverständlich ist es jedem Betrieb freigestellt, über den oben dargestellten “Standard“ hinaus weitere Maßnahmen durchzuführen:

Beispiele: 
bullet Zuschuss zu Vorfinanzierung zur Regio-Jahreskarte
 
bullet Angebot betriebsbezogener Fahrplan-Auszüge
 
bullet Parkraumbewirtschaftung
 
bullet Shuttle-Räder
 
bullet Informationen in Betriebsversammlung / am Schwarzen Brett
 
Vorteile für den Betrieb:
 

 

bullet eine Ergänzung der betrieblichen Umweltmaßnahmen
 
bullet Einsparung von Parkraum
 
bullet Beschäftigte beginnen stressfrei die Arbeit
 
bullet Verringerung des Risikos von Wegeunfällen
 
bullet Förderung der Gesundheit der Beschäftigten (bei Einbeziehung des Fahrrads in das Umwelt-Verkehrsprogramm)
 
bullet ohne nennenswerte Kosten u. Verwaltungsaufwand
 
bullet gehört in Freiburg zum Image

 

 

Vorteile für die Allgemeinheit:

 

bullet ein Beitrag für die Umwelt
 
bullet Verringerung der Schadstoffe in der Luft
 
bullet Entzerrung des Berufsverkehrs

 
 

Durchführung eines Umwelt-Verkehrsprogramms:

  Die beste Voraussetzung für den Erfolg ist dann gegeben, wenn das Programm gemeinsam von Unternehmensleitung und Arbeitnehmervertretung getragen wird, und im Betrieb zu einem gemeinschaftlichen Ziel erklärt wird. Auch sollte die Belegschaft über den jeweiligen Stand des Programms informiert werden.

Je nach Lage und Verkehrsanbindung des Betriebs können die zu fördernden umweltfreundlichen Verkehrsmittel und die Maßnahmen durchaus unterschiedlich sein.

Hilfestellung für die konkrete Planung geben die Broschüre „Umweltverkehrsprogramme in Betrieben“, weitere Handlungsanleitungen, und darüber hinaus bietet die Arbeitsgemeinschaft „Umweltfreundlich zum Betrieb“ Beratung und Vermittlung von Erfahrungen an.

Kontaktadresse:
Arbeitsgemeinschaft Umweltfreundlich zum Betrieb,
c/ o IG Metall Freiburg, Viktor Wember , Fahnenbergplatz 6, 79098 Freiburg,
Tel. 0761 – 207380.

 
Kosten und Verwaltungsaufwand:
  Ein betriebliches Umwelt-Verkehrsprogramm kann, aber muss nicht mit Kosten verbunden sein. Auch die Vorfinanzierung der Regio-Jahreskarte verursacht lediglich Zinskosten in bescheidenem Umfang. Die Abwicklung ist mit einer einmaligen Ergänzung im EDV-Programm leistbar. Der verbleibende Verwaltungsaufwand (Entgegennahme der Anträge und Abgabe der Karten) wird in etlichen Betrieben von der Arbeitnehmervertretung übernommen. – Letzteres gilt auch für die Durchführung einer Fahrgemeinschaftsbörse und der Ausgabe der Plaketten für reservierte Parkplätze.
 
Zeitpunkt:
  Die Verleihung des ÖKO-VERKEHRS-SIEGELS erfolgt in unregelmäßigen Abständen: wenn jeweils eine gewisse Anzahl von Betrieben zusammengekommen sind, wird in einer öffentlichen Veranstaltung die Überreichung der Urkunden vorgenommen.
 
   

Bürgermeister
Dr. Matthias Schmelas
inmitten der Radlerdelegationen vor dem Technischen Rathaus bei der 1. Verleihung des
ÖKO-VERKEHRS-SIEGELS
im Jahr 2002

 
 

Bisherige Verleihungen und Erfolg:

  Nach der Herausgabe einer Broschüre über die betrieblichen Umwelt-Verkehrsprogramme im Jahr 2000 konnten zwei Jahre später 14 Betriebe mit dem ÖKO-VERKEHRS-SIEGEL ausgezeichnet werden, und bei der zweiten Verleihung im September 2004 waren es bereits 21, darunter die drei größten Freiburger Produktionsbetriebe, und die drei größten Verwaltungen.

Am 25. September 2013 fand die fünfte Verleihung statt gemeinsam mit den zwei Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen. Dabei wurden insgesamt 51 Betriebe bzw. Institutionen geehrt.

Die Beteiligung in den Betrieben ist je nach örtlicher Lage der Betriebe und nach den betrieblichen Arbeitszeiten durchaus unterschiedlich, aber einige Betriebe erreichen mit den genannten Maßnahmen einen Anteil von ca. 80 % der Beschäftigten, die umweltfreundlich zur Arbeit fahren.

 
Urkunden:
  Die Urkunden, die vom Oberbürgermeister der Stadt Freiburg unterschrieben sind -jetzt auch von der Landrätin bzw. vom vom Landrat der beiden Nachbarkreise- sind für alle Betriebe einheitlich, aber den unterschiedlichen Anstrengungen der Betriebe wird ebenfalls Rechnung getragen, indem die konkreten Maßnahmen eines Betriebs auf der jeweiligen Urkunde aufgeführt werden.

Betriebe, die bereits ausgezeichnet wurden, und ihr Umwelt-Verkehrsprogramm weiterhin durchführen, erhalten anlässlich einer neuen Verleihung eine Wiederholungsurkunde.

 
  

   Verleihung der Urkunden
   in der Gerichtslaube des
   Rathauses

 
Anträge:
  Alle Betriebe, die durch eine der oben genannten bzw. durch eine andere Maßnahme die umweltfreundliche Fahrt ihrer Beschäftigten fördern, sind aufgefordert dies dem Verkehrsdezernat der Stadt Freiburg, den jeweiligen Landratsämtern oder der Arbeitsgemeinschaft "Umweltfreundlich zum Betrieb" mitzuteilen. Einen formellen Antrag auf Verleihung des ÖKO-VERKEHRS-SIEGELS gibt es nicht, wohl sollten aus einem Dokument die genannten Maßnahmen hervorgehen. Dazu genügt eine Kopie der entsprechenden Betriebsvereinbarung oder des betrieblichen Aushangs bzw. einer Veröffentlichung in der Betriebszeitung über die betrieblichen Regeln der Förderung des umweltfreundlichen Verkehrs.
 
Durchführung der Verleihung:
  Die Einführung des ÖKO-VERKEHRS-SIEGELS erfolgte auf Anregung der Arbeitsgemeinschaft "Umweltfreundlich zum Betrieb", die auch die Durchführung gemeinsam mit dem Verkehrsdezernat der Stadt Freiburg und den Landratsämtern Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen organisiert.